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Kanzlerdämmerung

Letzte Aktualisierung: 08.09.2010

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In einem Aufsehen erregenden Interview mit dem US-Fernsehsender FOX-News gibt Präsident Barack Obama einen tiefgründigen Einblick ins Geldsystem: “Der Dollar ist nur eine Illusion” – eigentlich sei die US-Wähurng wertlos.

In der Sendung “60 Minutes” sollte der US-Präsident Rede und Antwort stehen zu den Ursachen der Finanzkrise und möglichen Lösungsmöglichkeiten. Doch die Journalistenrunde staunte nicht schlecht, als ihnen Obama mitteilte, daß die Krise tieferliegende Ursachen hätte, als manch einer annehmen würde.

Wörtlich führte Obama aus, daß die Subprime-Krise eigentlich kein amerikanisch-spezifisches Problem sei, sondern ein Problem des Geldsystems. Dieses beruhe darauf, daß durch Zinseszinseffekte immer mehr Schulden entstünden und infolge dessen immer mehr Schuldner gesucht werden müßten. Die logische Konsequenz sei deshalb, daß auch kreditunwürdigen Personen riesige Dollarbeträge ausgeliehen wurden. Wörtlich sagte Obama: “Unser Geld ist eine Illusion”.

Wie das denn zu verstehen sei, hakte die Journalistenrunde darauf hin nach. Obama blieb die Antwort nicht schuldig: “Geld ist nichts anderes als Schulden. Das Geld, das sie in der Tasche haben, sind die Schulden eines Anderen. Geld entsteht nur durch Schulden. Und dies sei genau das Problem, das wir gerade haben”.

Ein Chefvolkswirt in der Fragerunde wandte ein, ob dies denn nun bedeute, daß die Rückzahlung von Schulden auch Geld vernichten würde. Obama sagte, daß dies genau so sei.

Die Rückzahlung von Schulden vernichte Geld. Das sei auch der Grund, warum sich der Dollar verknappe und deshalb gegenüber anderen Währungen im Wert steige: “Im Dollar gibt es die meisten Kredite. Werden diese auch nur zum Teil beglichen, wird Geld vernichtet und der Dollar knapp und teuer”. Dies sei der einzige Grund, warum der Greenback gegen andere Währungen steige, denn eigentlich sei man an einem schwachen Dollar interessiert.

Aber das Grundproblem sehe er darin, daß das Geldsystem auf immer höhere Schuldenstände angewiesen sei. Schulden aber könne man nicht unbegrenzt machen. “Deshalb sind wir ja jetzt so tief im Schlamassel” – so der US-Präsident wörtlich.

“Soll das also heißen, daß es Geld in seiner reinen Form gar nicht gibt?” – wollte ein Journalist wissen. Obama nickte und meinte, daß es genau so sei. Und weil jetzt alle bis zum Maximum verschuldet seien, wäre das Geld in der Tasche praktisch wertlos und deshalb hätte man jetzt ein großes Problem. Dies sei allerdings nicht nur ein Dollar-spezifisches Problem, sondern ein Problem aller Währungen.

Ein anderer Journalist wollte wissen, wie es denn um die FED bestellt sei, die gerade über 1 Billion Dollar ausleiht. Darauf gab Obama wohl eines der bestgehüteten Geheimnisse preis: Die FED hätte gar kein Geld. Sie schafft es aus dem Nichts – per Knopfdruck, wie ein Zauberer.

Obama gab zu, daß er vorher mit dem Zentralbankchef Bernanke über dieses Problem gesprochen habe und dieser ihm geraten habe, die Fakten lieber nicht an die Öffentlichkeit zu bringen. Doch er, Obama, stehe schließlich für den Wechsel (Change) und das würde eben auch einen Paradigmenwechsel beim Geld und bezüglich seiner Informationspflicht bedeuten.

Darauf entgegnete ein Reporter empört: “Wollen Sie damit sagen, dass die FED Geld aus dem Nichts schafft – während Andere schwer dafür arbeiten müssen?”

“Genau so ist es” antwortete Obama. Aber er würde sich dafür einsetzen, daß es in Zukunft auch im Geldsystm ehrlicher zugehen müsse und werde. Es könne nicht angehen, daß Banken oder die Zentralbank Geld aus dem Nichts schafften und sich Konzernchefs die Taschen füllten, während Andere schwer dafür arbeiten müßten.

Der US-Präsident machte sich ausdrücklich stark für ein neuartiges Geldsystem, gab aber zu bedenken, daß dies eine außerordentlich schwierige Aufgabe sei. Der letzte Präsident, der dies versucht habe, bezahlte dies mit seinem Leben. Obama: “Ich will nicht so enden wie Kennedy. Ich will wirklich etwas verändern. Wir müssen das System ändern. Und: Yes, we can!”

Welche Maßnahmen im Einzelnen geplant seien, darüber ließ Obama die Expertenrunde im Dunkeln. Er riet den Journalisten jedoch, beim nächsten Mal den Fed-Chef Bernanke selbst einzuladen. Dieser kenne sich noch besser mit den Tücken des Geldsystems aus. Er sei jetzt schon gespannt, welche Lösung Bernanke vorschlagen werde.

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