Hier der Wikipedia-Eintrag vom 26.10.06:
Operation Highjump war ein Einsatz der US-Marine in der Antarktis, die am 2. Dezember 1946 im US-Kriegshafen Norfolk startete und am 27. Januar 1947 den US-Stützpunkt „Little America IV” beim Rossmeer errichtete. Von dort starteten Erkundungsflüge, zwei Schiffsverbände folgten der Küste ost- und westwärts. Am 3. März 1947 wurde die Expedition von Admiral Byrd für beendet erklärt. Es war die größte militärische Operation in diesem Teil der Antarktis und eine der größten Expeditionen zur Erforschung der Antarktis.
Die Operation Highjump wurde durch den Flottenverband „Task Force 68” ausgeführt, aufgeteilt in fünf Einsatzgruppen. Der kommandierende Admiral war Richard E. Byrd, welcher bereits vor dem Zweiten Weltkrieg als Arktis- und Antarktis-Forscher gleichermaßen wertvolle Erfahrungen im ewigen Eis gemacht hatte. Seine Flotte bestand aus etwa 4.700 Soldaten und Wissenschaftlern auf folgenden Schiffen:
Das offizielle Ziel des Einsatzes war die Erforschung des südlichen Kontinents und seiner umgebenen Gewässer. Wichtigstes Ergebnis der Operation Highjump war die Erstellung von knapp 70.000 Luftbildern der antarktischen Küste und Teilen des Landesinneren zur Erstellung von Landkarten. Leider war ein großer Teil der Aufnahmen wegen fehlender Bodenkontrollpunkte vorerst nutzlos. Dieser Mangel wurde im folgenden Südsommer von der wesentlich kleineren Expedition „Operation Windmill” behoben.
Eine aus vier Flugzeugen bestehende Aufklärungsstaffel war ausgesandt worden, verschwand aber spurlos. Es gab keine Meldungen und auch keine Hilferufe. Daraufhin brach Admiral Byrd das Unternehmen ab und kehrte mit dem Flottenverband unverrichteter Dinge wieder zurück.
Die amerikanische Presse dagegen betrachtete die Aktion vor allem wegen ihrer relativ hohen Verluste als ein Desaster und spottete damals über den „Penguin War” (Pinguin-Krieg). Neun weitere Flugzeuge mussten defekt zurück gelassen werden. Das U-Boot USS Sennet (SS-408) wurde bei Begegnungen mit Eisschollen schwer am Turm beschädigt und musste vorzeitig die Fahrt nach Neuseeland antreten.
Schon am 7. März erreichte das Führungsschiff Byrds, die „Mount Olympus”, Wellington in Neuseeland. Auf der Fahrt dorthin gab Admiral Byrd einem mitreisenden Journalisten des International News Service ein Exklusivinterview, welches am 5. März 1947 in der damals größten Tageszeitung Südamerikas, dem El Mercurio, in Santiago de Chile veröffentlicht wurde. Darin wies Byrd auf die zukünftige kriegsstrategische Bedeutung der Polregionen hin:
„Ich möchte niemanden erschrecken, aber die bittere Realität ist, dass im Falle eines neuen Krieges die Vereinigten Staaten durch Flugzeuge angegriffen werden, die über einen oder beide Pole fliegen werden.” […] „Die fantastische Eile, mit der die Welt zusammenschrumpft” – erklärte der Admiral – „ist eine der objektiven Lektionen, die wir auf der antarktischen Erforschung gelernt haben, die wir gerade beenden. Ich kann nur die Mahnung an meine Landsleute aussprechen, dass die Zeit vorbei ist, in der wir uns in eine komplette Isolation zurückziehen konnten und in dem Vertrauen entspannen konnten, die Entfernungen, die Meere und die Pole böten uns eine Garantie der Sicherheit.” (Interview auf Diskussionsseite).
Während sich das Militär der Vereinigten Staaten in der Antarktis nach dem Antarktisvertrag auf die Unterstützung ziviler Expeditionen beschränkte, zeigt der folgende Ausbau der Thule Air Base, welche strategische Bedeutung man vor allem der arktischen Polregion danach noch längere Zeit beimaß.
Einige Verschwörungstheoretiker betrachten die Operation Highjump als einen Angriff gegen das vom nationalsozialistischen Deutschland im Rahmen einer Antarktis-Expedition in Besitz genommene Neuschwabenland.
Die erheblichen Verluste der Operation werden auf eine angeblich verheimlichte Niederlage gegen damals dort residierende Reichsdeutsche uminterpretiert. Dies erscheint allerdings schon wegen der räumlichen Distanz zwischen dem Rossmeer und Neuschwabenland als unwahrscheinlich.
Soweit der Wikipedia-Eintrag. Kurz vor dem Ende dieses mysteriösen Krieges wurde am 23. Februar der Staat Preußen von den Amerikanern offiziell verboten. Gibt es zwischen diesen beiden Ereignissen irgendwelche Zusammenhänge?
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