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Kanzlerdämmerung

Letzte Aktualisierung: 08.09.2010

Hauptmenue

In einer perfekten zinsfreien Marktwirtschaft…

…gibt es keine Kosten mehr!

  1. Die Summe aller Kosten entspricht stets exakt der Summe aller Einnahmen und somit der gesamten Geldmenge, die per Saldo exakt gleich Null ist.
  2. Wenn der Staat 1 Milliarde für den Bau eines Luxuspalastes ausgibt, hat er 1 Milliarde zusätzliche Schulden, und in der freien Wirtschaft entstehen Einnahmen in Höhe von 1 Milliarde.
  3. Wenn der Staat 10 Milliarden für den Bau eines Luxuspalastes ausgibt, hat er 10 Milliarden zusätzliche Schulden und in der freien Wirtschaft entstehen Einnahmen in Höhe von 10 Milliarden.
  4. Je mehr GelT, korrekt mit t geschrieben, der Staat für Kunst und Kultur ausgibt, desto besser für alle. Steuereinnahmen sind dazu nicht erforderlich. So einfach ist das
  5. Kosten entstehen nur in einer “Robinson-Wirtschaft” wo ein Schiffbrüchiger mit einer Kiste mit begrenzten Vorräten auf einer Insel landet und erst Bäume fällen muss, um ein Boot und eine Angel zu produzieren. Auf diese Weise wird Studenten erklärt, wie angeblich die Wirtschaft funktioniert, und auch anspruchsvollere Allokationstheorien kommen über dieses Niveau nicht wirklich hinaus.
  6. In einer modernen, kapitalistischen Marktwirtschaft ist aber alles, was irgendjemand brauchen könnte, schon da. Die Regale der Supermärkte sind voll und warten nur darauf, leergekauft zu werden, was aber gesamtwirtschaftlich niemals gelingt.
  7. Ein Händler, der seine Kunden vor Ladenschluss seine Kunden mit leeren Händen und vollem Portemonnaie wieder nach Hause schicken muss, hat wohl falsch disponiert und wird in Zukunft versuchen, solche Fehler zu vermeiden.
  8. Ein Kunde, der irgendwas kauft und bezahlt, macht damit anderen eine Freude und verursacht nirgendwo Kosten oder gar Probleme. Oder im Fachchinesisch: Es gibt keine Opportunitätskosten mehr!
  9. Wie der Kunde später sein Konto ausgleicht, ist seine Privatangelegenheit, es gibt keinen Bankangestellten, der das kontrollieren könnte.
  10. Weil Kinder und Jugendliche ihr Konto nicht überziehen dürfen, müssen sie über ein Guthaben verfügen, um konsumieren zu können. Auf diese Weise werden sie dazu erzogen, später zu arbeiten.
  11. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die unter 40jährigen das Angebot an Gütern und Leistungen bereitstellen, wie wir es in einer kapitalistischen Marktwirtschaft gewöhnt sind.
  12. Jeder erwachsene Mensch kann immer konsumieren und alles bezahlen. Wenn am Ende des Lebens ein negativer Saldo übrig bleibt, bleibt dieser in alle Ewigkeit stehen, ohne dass das irgendjemand auffallen würde.

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