In der letzten Woche habe ich natürlich bitterböse Mails von Leuten bekommen, die auf unsere Empfehlung hin ihr ganzes Gold verkauft haben, und jetzt traurig zu zuschauen, wie der Kurs munter weiter steigt.
Etwas anderes haben wir ja auch gar nicht behauptet, es hieß wörtlich: Wenn diese Seite hier nur von Bank-Opfern, Traumtänzern und Schnorrern besucht wird, passiert natürlich gar nichts!
Ihr erwartet doch wohl nicht im Ernst, dass ich euch auch noch den optimalen Verkaufszeitpunkt verrate, und das auch noch für lau! Ihr habt eueren Goldschatz, den ihr entweder geerbt oder zu einem günstigen Preis eingekauft habt, mit Gewinn verkauft, und könnt mit dem Geld jetzt in den Urlaub fahren oder vorher nochmal eure alte Karre über den TÜV bringen, alles Möglichkeiten, die ihr wegen eures Goldfimmels vorher nicht genutzt hattet.
Eins ist so gut wie sicher: Solange diese Informationen nur von ein paar hundert Leuten gelesen werden, steigt der Goldpreis weiter und weiter und weiter. Erst wenn Sie diese Fakten hier in der Zeitung lesen können, kommen die Goldreserven der Notenbanken ins Gespräch, und dann verschiebt sich die Angebotskurve nach rechts und der Preis drastisch nach unten.
Das ist keine schwachsinnige Theorie, sondern das Kleine Einmal Eins der Mikto-Ökonomik! Wer darüber mit mir [!] streiten will, hat wohl nicht mehr alle Latten am Zaun!
Nachtrag:
Ein paar Minuten nachdem dieser Artikel veröffentlicht wurde, sank der Goldpreis schlagartig von 1210 auf 1190. Vielleicht ist unter den Lesern ja ein sehr einflußreicher Mensch, bei dem jetzt endlich der Groschen gefallen ist?
Sie möchten mehr erfahren? Mehr lesen? Die hier veröffentlichten Texte sind Leseproben zu Michael Köhnes neuem Buch
"DurchBlick 2008 - Jahrbuch für non-konforme Staatsbürgerkunde".
Das Buch ist unter der ISBN13: 978-3-86805-108-7 erschienen. Informationen zur Bestellung finden Sie hier.