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Kanzlerdämmerung

Letzte Aktualisierung: 19.03.2010

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Michael Köhne an Jens Seipenbusch

Hallo Jens,

weil ich selbst schon eine US-Aktiengesellschaft gegründet habe, kann ich da ein paar wichtige Punkte beisteuern. Insbesondere ist es in einigen Bundesstaaten möglich, Stammaktien auszugeben, ohne dass dafür Geld bar eingezahlt werden muss. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Partei in jedem Fall die Kontrolle über sich behält.

Außerdem könnte ich die Investoren davon überzeugen, dass sich durch den Verkauf des Piraten-Kultbuches [2. erweiterte Auflage] weltweit ordentliche Gewinne erwirtschaften lassen, wenn es professionell vermarktet wird. Wenn wir das vernünftig anstellen, sind wir auf Parteispenden nicht mehr angewiesen, das wäre ein absolutes Novum in der Parteienlandschaft.

Sollten einige Vorstandsmitglieder dagegen sein, so sind diese höchstwahrscheinlich von anderen Parteien eingeschleust, um zu verhindern, dass die Piraten sich mit wirklich wichtigen Themen befassen Das war schon bei der Statt-Partei so, bei der Freien Union von Gabriele Pauli und natürlich auch bei den Linken und Rechten. In diesem Zusammenhang wurde auf einer Vorstandsitzung in Berlin der Name Aaron König genannt.

Also: wenn jemand der Ansicht ist, dass die Piraten die bestehende Geldordnung nicht kritisieren dürfen, dann verteidigt er ausschließlich die Interessen der Etablierten, die ihren Logenplatz an den Fleischtöpfen nicht verlieren wollen.

Schöne Grüße

Michael Köhne 0176-5351 4779

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