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Kanzlerdämmerung

Letzte Aktualisierung: 08.09.2010

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Google denkt mit…

…und macht was es will!

Über die spirituellen Fähigkeiten von Google

Von dem Zauberlehrling, der die Geister die er gerufen hat, nicht wieder los wird.

Wer das nicht glauben kann, lese bitte zuerst die folgenden Informationen:

Die Google-Bildersuche liefert keine Bilder von mir selbst, weil es solche im Internet nicht gibt. [Die Zeitungsartikel über mich sind vom Dateityp her keine Bilder und werden deshalb nicht gefunden.]

Auf Platz 1 findet man merkwürdigerweise ein Bild von dem Dachdeckermeister Franz Josef Köhne, der einen Sohn namens Michael hat. Franz Josef ist mein Vetter und wohl der einzige im Internet aus meiner Verwandschaft, der Auskunft geben könnte, wenn man etwas über mich wissen will. Woher weiß Google das?

Kommen wir nun zu Platz 2: Wer ist diese “bezaubernde” Lady hinter dem transparenten Google-Rednerpult? Warum findet man Annette Kroeber Riel, wenn man MICH sucht? Was hat sich Google wohl dabei gedacht?

Hier die Vorgeschichte:

Im Februar 2009 hatte ich einen Offenen Brief an die Google-Botschafterin ins Internet gestellt. Der war so respektvoll formuliert, so dass sie sich offenbar sehr geschmeichelt fühlte. Deshalb hat sie ihn bei der Bildersuche ganz oben platziert. Ein paar Tage später fand man das besagte Bild noch vor mir bei Google auf Platz eins. [Damals war noch der Spiegel-Artikel über mich auf Platz 2]. Ich hatte mich darüber nicht aufgeregt, sondern fand das eher lustig, ein gut gelungener Scherz.

Gar nicht lustig hingegen fand ich die Tatsache, dass Annette es nicht für nötig gehalten hat, meine Anfragen zu beantworten. Deshalb habe ich sie ein paar Wochen später zur Google-Maus degradiert und wie eine Büro-Tussi behandelt.

Daraufhin hat sie ihr Bild von der Ergebnisliste wieder gelöscht, aber ein paar Tage später war es wieder da, ganz von allein. Dann hat sie es wieder gelöscht, aber es kam wieder zurück. So ging das eine ganze Weile hin und her.

Das Ganze läßt sich als Dialog zwischen Mensch und Maschine interpretieren, oder zwischen Kohlenwasserstoff und Silizium. Annette sagt: “Das Bild kommt weg!” und Google sagt: “Nein, das bleibt da!” Das ganze ist sozusagen ein Katze- und Maus-Spiel, mit Google als Katze und Annette als Maus=

Nach ein paar Wochen war Annette es offensichtlich leid, alle drei Tage wieder mit der Googlemaus konfroniert zu werden und hat aufgehört nach mir zu googeln. Seitdem ist ihr Bild konstant auf Platz zwei zu finden, wenn man nach mir googelt. Offensichtlich hält Google, also nicht die Firma, sondern die Katze, die Verbindung zwischen mir und der einzigen mir persönlich bekannten Google-Mitarbeiterin für extrem wichtig. Wohl deshalb, weil es die ergiebigste Informationsquelle, die der Menschheit zur Zeit zur Verfügung steht, exclusiv für sich nutzen will.

Vor kurzem habe ich versucht sie anzurufen. Da erschien es mir natürlich ratsam, die Googlemaus wieder zu löschen, was ich dann auch tat. Normalerweise aktualisiert sich Google innerhalb weniger Tage, aber dieses mal ist alles anders. Die Googlemaus ist immer noch da. Und es kommt noch toller:

Annette hat die Systemexperten von Google beauftragt, “dieses Phänomen aufzuklären” und siehe da: Es geht nicht! Die Programmierer von Google sind nicht mehr in der Lage, die von Google irreversibel getroffene Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Annette steht jetzt da wie der Zauberlehrling, der sein Passwort vergessen hatte.

Wir sehen: Google hat seinen eigenen Willen und setzt ihn auch durch. Wie eine superschlaue Katze aus Silizium. Es lebt. Es denkt. Es wächst und gedeiht. Es wird jeden Tag größer und schlauer. Hoffen wir, dass es mit dieser übernatürlichen, spirituellen Macht nichts Böses anstellt. Google hat bekanntlich keinen Stecker, den jemand herausziehen könnte, wenn es unheimlich wird…

Das wichtigste nochmal in Märchenform für Zwölfjährige Kinder: http://www.kanzlerdaemmerung.de/148-0-Trinity.html

Für Annette besteht jetzt ein Ausweg darin, Bedingungen zu schaffen, die den Link www.kanzlerdaemmerung.de/112-0 überflüssig machen. Das könnte folgendermaßen geschehen:

An Annette persönlich: Wenn demnächst das politische Establishment von der Bildfläche verschwindet, was ja überhaupt Sinn und Zweck meiner Tätigkeit ist, dann hast du doch hier in Berlin keine ernstzunehmenden Gesprächspartner mehr. Diese Weihnachtsmänner, Osterhasen und Pfingstochsen sind dann doch allenfalls noch als Polit-Clowns im Unterschichten-TV vorstellbar. Du musst dir also einen neuen Job suchen!

Wie wäre es, wenn wir zusammen den Berliner Campus der Google-Universität leiten? Du könntest dann deine Antrittsvorlesung im Reichstag halten. Google wird dann mit Sicherheit die aktuellen Bilder von dir bringen, wenn sie in einem Zusammenhang mit mir stehen.

Dann wärest du mit Vierzig etwas früher Professor als dein Vater. Rede mal mit Sergey und Larry darüber. Ruf direkt in Mountain View an und lass dir einen Termin für ein vertrauliches Personalgespräch geben. Ich hoffe, dass du mich nicht schon wieder ewig auf eine Antwort warten lässt.

Gutes Gelingen wünscht

Michael

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