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Kanzlerdämmerung

Letzte Aktualisierung: 03.09.2010

Hauptmenue

Einleitung

Glasnost für den Kapitalismus

(MK) Bundeskanzlerin Merkel hat kürzlich mehr Transparenz für die Kapitalmärkte gefordert, damit jeder nachvollziehen kann, woher das Geld kommt. Genau so wie der Strom aus der Steckdose kommt das Geld aus dem Drucker. Geld, egal ob Bargeld, Kontoauszüge oder Wertpapiere, ist bei Licht betrachtet nichts anderes als Papier. So einfach ist das.

Insbesondere ist die Vorstellung falsch, dass echtes Geld durch Gold gedeckt sein müsse, am besten zu 100 %. Geld ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein echtes Schuldversprechen, das üblicherweise auf Papier dokumentiert wird, sonst nichts. Nur zum Bezahlen wird üblicherweise auch Metall verwendet, weil es praktisch ist. Das kann Edelmetall sein, oder sonstige Metalle, oder im Prinzip auch alles andere, was sich als Tauschmittel eignet.

Gold ist nicht deshalb so irrsinnig teuer, weil es von Natur aus so extrem selten ist, sondern einzig und allein deshalb, weil es von der Finanzmafia gebunkert wird. Kämen sämtliche Goldreserven der Notenbanken auf den Markt, so würde der Preis dort hin stürzen wo er hin gehört.

Wie wir noch sehen werden, kann im Prinzip jeder erwachsene, geschäftsfähige Mensch Wertpapiere ausstellen und somit echtes Geld schöpfen. Dieses Recht auf Geldschöpfung haben sich aber die Notenbanken widerrechtlich angeeignet, und wir haben uns an diesen illegalen Zustand so fest gewöhnt, dass wir ihn für den Normalzustand halten.

Insbesondere die Notenbank der USA, die in Wirklichkeit keine staatliche Behörde, sondern ein privates Bankenkonsortium ist, hat sich das Recht angeeignet, grünes Papier zu bedrucken und als Geld an den Finanzminister zu verleihen. Über den Zins- und Wechselkursmechanismus sind alle westlichen Währungen mehr oder weniger fest an den US-Dollar gebunden.

Die westlichen Industriestaaten haben das Recht aufgegeben, Geld in eigener Regie auszugeben, sie müssen sich deshalb auf den nationalen bzw. internationalen Kapitalmärkten indirekt bei den Notenbanken verschulden. Weil die Staaten aus eigener Kraft keine Zinsen erwirtschaften, müssen sie ihre Bürger so gut es geht mit Steuern schröpfen. Inzwischen wird mehr als die Hälfte des privat erwirtschafteten Einkommens über das Steuersystem umverteilt.

Weiterhin sind alle Preise durch einen Zinsanteil von ca. 30 – 40 % künstlich aufgebläht. Ein Handwerker muss für jede Arbeitsstunde eines gleich qualifizierten Kollegen selber zehn Stunden schuften, um dessen Bruttolohn zu bezahlen.

Diese krasse Differenz zwischen Brutto und Netto muss für jedermann offensichtlich werden, damit die Leute endlich begreifen, was hier gespielt wird. Das ist der Sinn und Zweck des DurchBlicks, hier Transparenz (russisch: Glasnost) zu schaffen.

Der DurchBlick bedeutet den Glasnost für den Kapitalismus, auf den konsequent der Umbau (russisch: Perestreuka) folgen muss. In der Praxis läuft das darauf hinaus, die Kapitalmärkte radikal zu reformieren und vollkommen neue Methoden einzuführen wie z.B. das Flatrate-Banking. Wenn die Staatsverschuldung nicht mehr verzinst werden muss, entsteht der größte Steuersenkungsspielraum aller Zeiten. Das läuft auf eine finanzpolitische Revolution hinaus, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Um klarzustellen, dass das selbstverständlich vollkommen legal ist, zeigen wir zunächst, an welche illegalen Missstände in Deutschland wir uns inzwischen gewöhnt haben. Für die Situation in den USA empfehlen wir hier den Film von Aaron Russo: America – From Freedom to Fashism, von dem eine deutsche Übersetzung im Internet verfügbar ist.

Michael Köhne
Mona Lieser

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