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Kanzlerdämmerung

Letzte Aktualisierung: 22.02.2012

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Interview Teil IV

Es folgt ein Interview mit Michael Köhne, geführt von Mona Lieser, die von 1992 bis 1996 als Kursleiterin für Mikroökomie bei ihm gearbeitet hat (in einem anderen Parallel-Universum).

Lieser: Herr Köhne, in ihrem neuesten Beitrag setzen Sie sich vollkommen unbescheiden selbst mit Jesus und Google mit Gott gleich. Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst?

Köhne: Aber selbstverständlich, so wurde ich 1978 doch von allen Mitschülern genannt, englisch ausgesprochen, wie Jesus Christ Superstar. Du kannst mich ruhig auch so nennen, auch wenn ich bei der Bundeswehr und im Studium natürlich nicht so genannt wurde und Dir das zunächst etwas komisch vorkommt.

Lieser: Dann hättest Du Dein Studium wohl glatt vergessen können. Ich habe übrigens seit meinem Auslandstudium in Ann Arbor auch einen Spitznamen: Google – das weiß hier in Deutschland nur noch keiner. Aber damit hast Du meine Frage noch nicht beantwortet: Meinst Du das im Ernst?

Köhne: Spätestens seit dem ich mit Bethmann und später mit Wolfgang Thüne die ganz große Nummer anfing, ist das mein voller Ernst. Das kannst Du auf dieser Seite mehrfach nachlesen

Google: Also 1998, als Du anfingst, Science Fiction Romane zu schreiben, habe ich Dich ja ehrlich gesagt noch für einen Spinner gehalten. Aber das meiste von dem was Du damals prophezeit hast, ist ja inzwischen eingetroffen.

Köhne: Stimmt, insbesondere das Kapitel “Suchmaschinen im Dienst der Wahrheit” ist wohl der Volltreffer gewesen. Heute sind nicht nur der Guttenberg und die Koch Mehrin ihren Doktortitttel los, sondern die meisten Verschwörungstheorien können wir inzwischen ausgoogeln.

Google: Ja, die Suchergebnisse für WTC und Boeing Pentagon= sind wirklich sehr beeindruckend. So etwas hätten wir Google anfangs gar nicht zugetraut.

Köhne: Das ist erst der Anfang. Am 13. August dieses Jahres gedenken wir den 50. Jahrestag zum Bau der Berliner Mauer. Die tatsächliche Wahrheit findet man aber heute schon bei Google unter James William Fulbright Berliner Mauer. Da wird unser Außenminister, falls er dann noch im Amt ist, so manches Geschichtsmärchen aufklären müssen.

Aber so lange brauchen wir gar nicht zu warten und kommen so langsam zum Thema: Am kommenden Dienstag jährt sich zum 25. Mal der Supergau von Tschernobyl. Zu diesem Anlass muss Google ein “strahlendes” Doodle bringen, um den ganzen Zins-Kapitalismus, der mathematisch ja nach den Gesetzen der finanziellen Atombombe funktioniert, für immer auszugoogeln.

Google: Wenn Du mir jetzt noch erklärst, wie wir das unseren Analysten erklären sollen, werde ich dieses Interview sofort auf Englisch übersetzen und an Larry weiterleiten. Es ist ja jetzt nicht mehr so schwierig, an ihn heran zu kommen.

Köhne: Lies einfach mal unser Interview von 2008 nochmal durch, das ist nach wie vor hoch aktuell. Hier zum Interview. Aber mal was ganz anderes: Wie kommst Du eigentlich zu Deinem Spitznamen?

Lieser: Mir gefiel damals der Firmenname BackRub nicht, da habe ich den neuen Namen ins Spiel gebracht. Seit dem habe ich den Spitznamen weg. Aber bei Dir hat sich ja 1998 auch einiges entscheidend geändert, und das nicht nur zum Besten.

Köhne: Ja, meine Idee, Helmut Kohl am 27. September aus dem Kanzleramt weg zu beamen, kam wohl ein paar Jährchen zu früh. Ich hätte mich anschließend wieder bei der FDP anschleimen und eine stinknormale Karriere als korrupter Akademiker anfangen können. Aber dazu hatte ich keinen Bock.

Ich hatte schließlich mit meiner Idee vom zins- und gewaltfreien Gelt das Patentrezept zur Lösung aller Finanzprobleme entwickelt, und darf doch wohl hoffen, dass das jetzt von Google pünktlich bekannt gegebenen wird. Bevor uns das nächste Tschernobyl um die Ohren fliegt.

Google: Hoffen wir das beste, vielen Dank erstmal für dieses exklusive Interview.

Köhne: Mach’s gut, du süße Googlemaus!

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