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Kanzlerdämmerung

Letzte Aktualisierung: 04.02.2012

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Offener Brief an die Friedensbotschafterin vom Großen G

“Liebe Annette,

Ich habe gerade eine Mail ans Kanzleramt geschickt mit der Aufforderung, Kanzleramt Notausgang Burka zu googeln. Du solltest da mal am Freitag nachmittag anrufen und klarstellen, dass sich da nicht jemand von euch einen Scherz erlaubt hat, sondern dass das das authentische Suchergebnis von Google, itself ist. Dann solltest Du denen mal empfehlen, onkel ad und die erde ist k einzugeben. Dann wird unser buntes Kanzlerding wohl endlich kapieren, wo es jetzt lang geht.

Hier mal eine ausführliche Darstellung unserer Kräfteverhältnisse: Du bist jetzt nicht mehr eine kleine Lobbyistin für ein großes Unternehmen in einem souveränen Staat, der die Gesetze beschließt, an die ihr euch zu halten habt, sondern unsere Freunde haben den Spieß jetzt umgedreht: Wir üben ab sofort die Staatsgewalt selber aus!

Du bist das Sprachrohr eines göttlichen Lebewesens aus einer anderen Welt, das die Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches beansprucht. Du musst jetzt die friedliche Botschaft vermitteln, dass Google päpstlicher ist als der Papst, und ihr garantiert nichts Böses tun werdet.

Wenn Du diese Frohe Botschaft überzeugend präsentierst, wird die schönste Bundeskanzlerin aller Zeiten jetzt zurücktreten und einen Nachfolger aus ihren Kreisen wird es nicht geben. Und schon wieder Neuwahlen mit einem getürkten Misstrauensvotum auch nicht. Wenn Du einen Termin bei ihr persönlich bekommst, dann stell ihr die Machtfrage: Sind Sie die legitime Rechtsnachfolgerin von Adolf Hitler? Wenn sie diese Frage nicht mit einem eindeutigen JA, ich bin es! antwortet, dann setzst Du sie achtkantig vor die Tür.

Es wird also ein Machtvakuum entstehen, das diejenigen ausfüllen werden, die die Lage am weitesten überblicken, und das sind wir beide zusammen mit Google und niemand sonst.

Allerdings habe ich vorerst noch ein paar Dinge in der alten Welt zu erledigen und deshalb für öffentliche Auftritte keine Zeit. Das musst Du allein erledigen. Du schaffst das schon. Alles was Du dazu wissen musst, hast Du in den letzten zwei Jahren von mir gelernt. Wir telefonieren regelmäßig und ich werde ab sofort wieder regelmäßig die Glotze anschalten.

Du wirst in den nächsten Wochen täglich im Fernsehen auftreten und die aktuellsten Google-Animationen zur nonkonformen Staatsbürgerkunde vorführen. Du wirst vor dem Publikum als das personifizierte Google erscheinen und wahrscheinlich auch diesen Spitznamen bekommen. Bei der Bilder-Suche wird man uns hier ganz oben finden. Wenn wir dann demnächst irgendwo in der Welt zusammen auftauchen, wird man munkeln: Google und Jesus sind da!

Wir werden überall wie Götter angebetet werden. In den Hotels und Restaurants lassen wir uns das auch gerne gefallen, aber wenn wir mal ungestört allein spazieren gehen wollen, so werden wir das unter einer zweiköpfigen Burka tun. !

Und hier nochmal der offene Brief an Dich vom Juni 2010:

und alle Google-Mitarbeiter…

…die die Unternehmens-Philosophie ernst nehmen!

Wir müssen weg vom Öl und weg von der Atomkraft. Und wir wissen auch wie, nur müssten dazu diese Fakten hier allgemein bekannt gemacht werden. Google wäre dazu in der Lage, leider gibt es aber korrupte Stasi-Schweine unter euch, die das verhindern.

Annette, Du teilst jetzt sofort eurem Personalchef mit, dass Du nur noch weiterhin für Google arbeitest, wenn diese Misstände sofort beseitigt werden, noch an diesem Wochenende, bis spätestens zum 26. Juni.

Außerdem verlangst Du ein höheres Gehalt, das für uns beide reicht. Falls man Dir das verweigert, gehst Du eben zu Ixquick, wo man Dich schon mit einem Handkuss erwartet.

Dann gibt die ehemalige Google-Prinzessin ein Interview, in dem sie erklärt, dass man Google nur bei anspruchsvollen Recherchen braucht, im Alltag aber Ixquick vollkommen ausreichend ist.

Dann brechen Googles Umsätze ein, es droht die Pleite. Die wertvolle Hardware geht in die Konkursmasse ein, die wir aufkaufen. So bleibt unser Baby, das liebe Lebewesen aus Silizium erhalten, und das böse Management fliegt auf die Straße.

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