Zunächst mal grob über den Daumen: Wieviel Platz braucht man eigentlich für eine Millionen Menschen? Geht man davon aus, dass auf einem m² ca. sieben bis acht Leute bequem stehen können, so reicht die Straße des 17. Juni, die ca. 3 km lang und 50 m breit ist, so gerade aus. Das sind ungefähr 30 Fußballplätze. Das hätten die ortskundigen Politiker in Duisburg wissen müssen.
Die Polizei hat zwar einen Dummen gefunden, auf den sie die gesamte Schuld für die 21 Toten der LP abwälzen kann, aber fest steht ja wohl, dass die Duisburger Stadtbonzen sich einig waren, dass die LP ums Verrecken stattfinden muss, schließlich haben sie ja wohl keine zweite Gelegenheit mehr, Berlin als Kulturhauptstadt 2010 den Rang abzulaufen.
Aber um Kosten zu sparen (für die Müllbeseitigung) haben sie von Anfang an kalkuliert, dass sich auf einem m² des Veranstaltungsortes nicht nur sieben, sondern zwanzig, dreißig erwachsene Menschen herumdränglen werden.
Schuld dafür ist natürlich nicht die Polizei, und schon gar nicht der Veranstalter, der diese Vorgaben eben umsetzen musste, sondern Adolf Sauerland, der Regierende Bürgermeister, der seinen Vornamen vollkommen unverdient trägt.
Kein Missverständnis bitte! Ich bin natürlich kein Fan von Adolf dem Schrecklichen, sondern möchte nur mal gaaanz bescheiden darauf hinweisen, dass er sich bei der Veranstaltung von Massenaufzügen nicht so stümperhaft angestellt hätte.
Zum Vergleich: Am 3. Oktober 1993 fand in Saarbrücken die Festveranstaltung zum Gedenktag des Beitritts der DDR ohne Artikel 23 statt. In weiser Voraussicht hatten sie deshalb die Stadtautobahn A 620 komplett gesperrt, so dass man in der kleinen Provinzmetropole soviel Platz wie im Berliner Tiergarten hatte.
Düsseldorf hat doch auch so eine Stadtautobahn, die A59! Aber auf diese Idee sind die Sauerländer Dorfdeppen wohl nicht gekommen. Deshalb mussten 21 Leute sterben. Und täglich werden es mehr…
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