kanzlerdaemmerung.de
Lesen gefährdet die Dummheit!

Kanzlerdämmerung

Letzte Aktualisierung: 04.02.2012

Hauptmenue

Interview mit Michael Köhne, Teil II

Diesen Vergleich konnten Sie damals (1997) aber noch nicht ziehen, trotzdem findet man auf dem Cover Ihres Buches Das Unendliche Zittern – wie der Kapitalismus wirklich funktioniert schon eine Verfremdung der Skyline von New York mit 3 WTC Türmen! Ist das Zufall?

Köhne: Es gibt keine Zufälle. Aber es stimmt: in der Erstauflage von 1996 waren es noch zwei Türme, in der Zweitauflage von 1997 waren es drei.

1996 hat sich auch Ihr Leben entscheidend geändert. Was ist genau geschehen?

Köhne: Wer sich so messerscharf mit der Fachwelt anlegt, hat natürlich jede Menge Feinde. Todfeinde. Und die haben nun an der Universität die Prüfungsordnung geändert, um mir das Wasser abzugraben.

Das wird Sie aber nicht geschockt haben, denn Sie hatten durch die Zusammenarbeit mit Bethmann doch sicherlich auch finanzielle Unterstützung.

Köhne: Eben. Und weil das alles so reibungslos ineinander überging, weiß ich, dass es keine Zufälle gibt.

Aber nach dem Erscheinen des Artikels in der Welt hat sich Bethmann doch still zurückgezogen, warum auf einmal so leise?

Köhne: Das habe ich mich damals natürlich auch gefragt, aber seit dem Elften September ist mir alles klar. Wenn die Interessen der internationalen Geldmafia auf dem Spiel stehen, gehen diese Brüder doch über Leichen!

Was ist noch passiert seit 1996? Die Studentenkurse gibt es nicht mehr, Ihre Bücher sind auch nur noch in kleinen Mengen im Internet zu finden. Einen festen Job haben Sie aber auch nicht. Was machen Sie seitdem?

Köhne: Seit August 1996 war ich zum ersten Mal im Internet präsent unter der Website www.michael-koehne.de. Damals musste man sich noch umständlich per Modem einwählen und im Minutentakt bezahlen. Die Inhalte waren damals noch sehr dürftig, vor allen Dingen gab es noch kein Google. So nach und nach wurde mir jetzt klar, wie dreist wir von den Massenverdummungswaffen verarscht wurden. Wir leben sozusagen in einer globalisierten DDR, allerdings ohne „Westfernsehen“.
1997 lernte ich auch den Wetterfrosch Wolfgang Thüne kennen, dessen Buch Der Treibhausschwindel sich damals gut verkauft hat. Und weil mein Name zu der Zeit häufig in den Zeitungen stand, haben mir die Banken noch großzügig Ihre Kohle hinterher geschmissen.

Damit war aber irgendwann Schluss?

Köhne: Vorher habe ich aber noch den genialen Tüftler Hans-Jürgen Klaussner= kennen gelernt, der damals schon das heutige Flatrate-Banking entwickelt hatte, natürlich unter anderem Namen. Diese geniale Idee konnte ich 1998 zunächst nur als Science-Fiction Roman veröffentlichen: Unendlicher Reichtum – Das Geheimnis der Geldschöpfung= von James T. Kirk (pseud.). Seit dem halten mich zwar die meisten meiner früheren Leser für einen Spinner, aber nicht alle, und deshalb kann ich heute noch einigermaßen bescheiden leben und meine Arbeit fortsetzen.

Und was machen Sie seitdem? Gibt es weitere Veröffentlichungen?

Köhne: Das damals von mir so benannte komplementäre Internetgelt (korrekt mit t geschrieben) ist heute keine Utopie mehr, sondern ein marktreifes Produkt, dass jederzeit von den Banken oder von anderen Firmen angeboten werden könnte. Das ist mir seit Anfang 2000 klar, als der Millenium-Crash ausgeblieben war und die ersten Zeitungsartikel über das baldige Ende des Geldmonopols der Notenbanken erschienen sind. (FAZ vom 3. Januar und FTD vom 15. April 2000) Im Sommer erschien dann die EU-Richtlinie zum Signaturgesetz, das am 2. Mai 2001 vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. Seitdem sind alle Voraussetzungen zum Bezahlen mit der elektronischen Unterschrift erfüllt. Die Verwendung von Geld hat sich damit erübrigt, seit dem ist im Prinzip Schluss mit Bimbes. Damals online unter www.schluss-mit-bimbes.de, heute wieder restaurierbar unter www.archive.org.

Wie Sie sagten, haben Sie in dieser Zeit mehrfach auf höchster Ebene zugeschlagen, können Sie Beispiele nennen?

Köhne: Kurz nachdem ich im Januar 2000 ein E-Mail an Microsoft geschickt hatte, ist Bill Gates von seinem Amt als Vorstandschef zurückgetreten und kümmert sich wieder höchstpersönlich um die Weiterentwicklung von Windows.
Kurze Zeit später schickte ich mein Konzept an die Deutsche Bank unter dem Titel Investment-Banking für Jedermann. Weil ich die geplante Fusion mit der Dresdner Bank damals schon für beschlossene Sache hielt, schickte ich, um Porto zu sparen, keinen zweiten Ausdruck an die Dresdner Bank. Der Chef der Deutschen Bank hatte somit einen Informationsvorsprung und glaubte, die Investment-Tochter der Dresdner, die er zwei Wochen vorher noch in den höchsten Tönen gelobt hatte, so schnell wie möglich verkaufen zu müssen, weil man jetzt noch einen ordentlichen Preis dafür erzielt. Darauf hin hat der Chef der Dresdner ihm den Stinkefinger gezeigt und das größte Fusionsvorhaben der Geschichte war geplatzt.

Glauben Sie wirklich, dass Ihr Geschäftsplan der Grund für diese Bankenpleite war? Da können doch noch andere Zusammenhänge dahinter stecken, von denen Sie nichts wissen?

Köhne: Das kann selbstverständlich sein, ich behaupte ja nicht, dass ich die Kausalzusammenhänge schlüssig beweisen kann. Ich weiß nur, dass ich als Professoren-Schreck damals überall in der Finanzszene bekannt war und dass mein Name heute noch jeden Tag mindestens 20 mal gegoogelt und anschließend auch angeklickt wird, obwohl meine Internetpräsenz zur Zeit auf Sparflamme kocht.

Haben Sie auch auf Bundesebene schon in der Politik heimlich mitgemischt?

Köhne: Ich weiß, dass Kurt Biedenkopf zu meinen heimlichen Fans gehört und schon jede Menge von mir abgeschrieben hat. Als ich ihm einmal persönlich vorgestellt wurde, bekam er einen knallroten Kopf und wusste nicht mehr, was er sagen sollte.

Und in Berlin bzw. damals noch Bonn?

Köhne: Bimbeskünstler Helmut Kohl und sein Konkursverschlepper Theo Waigel haben mir über ihre Referenten antworten lassen bzw. einen Termin zur Vorsprache bei ihrem Pressesprecher gegeben. Zu seinem Abschied hat Kohl mir einen förmlichen Dankesbrief geschickt, der natürlich nicht individuell an mich gerichtet war. Vom Genossen der Bosse habe ich nur ein paar Monate später indirekt über den POTUS erfahren, dass mein Fax auf höchster Ebene offenbar sehr ernst genommen wurde.

Was stand denn in Ihrem Fax, und wer ist der POTUS?

Köhne: Kurz nach dem Elften September ist in Toulouse eine Chemiefabrik explodiert, ohne erkennbare Ursache. Da ist mir natürlich sofort klar geworden, dass die Ursache für den Einsturz des WTC nicht die Flugzeuge gewesen sein konnten, sondern dass so etwas jederzeit auch in Berlin oder Frankfurt passieren könne. Schließlich weiß jeder Bundeswehrsoldat, dass strategisch wichtige Gebäude mit Sprengkammern ausgerüstet sind, damit sie im Ernstfall nicht in Feindeshand fallen. So mein Fax Ende September 2001, mit der Betr.-Zeile: First we take Manhattan, then we’ll take Berlin!.
Ein paar Monate später sagte der Potus, offizielle Abkürzung für The President of the United States, auf CNN sinngemäß: „Wir müssen mit einer vollkommen neuen Art von Terrorangriffen rechnen, bei denen Häuser einfach so, ohne erkennbare Feindeinwirkung, explodieren werden.

Haben Sie auch schon mit Bundeskanzlerin Merkel korrespondiert?

Köhne: Ich habe unser buntes Kanzlerding kurz vor dem letzten G8-Gipfel in Heiligendamm darüber informiert, dass sie wegen der Streichung des Artikels 23 GG 1990 jederzeit damit rechnen muss, wegen Amtsanmaßung vorläufig festgenommen zu werden, eine Antwort habe ich natürlich nicht erwartet. Wenn sie jedoch demnächst mit meinem Offenen Brief täglich bombardiert wird, bleibt ihr nur die Wahl zwischen der Höchststrafe oder einem Kronzeugenrabatt, wenn sie rechtzeitig zurücktritt.

Herr Köhne, vielen Dank für dieses bombastische Interview.

weiter zu Teil III

Gleich den DurchBlick 2008 bestellen - hier entlang!

Mehr lesen?

Sie möchten mehr erfahren? Mehr lesen? Die hier veröffentlichten Texte sind Leseproben zu Michael Köhnes neuem Buch

"DurchBlick 2008 - Jahrbuch für non-konforme Staatsbürgerkunde".

Das Buch ist unter der ISBN13: 978-3-86805-108-7 erschienen. Informationen zur Bestellung finden Sie hier.