Hier eine Nachhilfestunde für akademisch gebildete Wirtschafts- und Finanzexperten. Alle anderen mit gesundem Menschenverstand können sich diese Lektion sparen:
„Wenn die Geldmenge zu schnell steigt, gibt es zwangsläufig Inflation.“
Das behaupten jedenfalls der Nobelpreisträger Milton Friedman und alle konservativ-liberalen Geldtheoretiker. Diese infantile Theorie stimmt jedoch nur, wenn die Notenbank, oder wer auch immer, bunt bedrucktes Papier mit dem Hubschrauber verteilt, und die Bevölkerung glaubt, dass das echtes sei Geld. (Das ist vollkommen ernst gemeint, in der Fachliteratur ist hier vom Friedman’schen Helikopter die Rede !!!)
In allen anderen Fällen, in denen mit neuem Geld neue Güter nachgefragt werden, die sonst liegen geblieben wären, steigt mit diesem zusätzlichen Geld parallel die Güternachfrage und somit das effektiv wirksame Güterangebot.
Damit ist gemäß der Quantitätsgleichung von Irving Fisher das Thema Inflation endgültig vom Tisch, ohne hier noch auf weitere Theorien wie z.B. die von John M. Keynes oder Joseph A. Schumpeter eingehen zu wollen.
Der Autor dieses Artikels ist studierter Diplomvolkswirt und hat in den Neunzigern als privater Repetitor an der Uni Saarbrücken Tausende von Studenten in Mikro- und Makroökonomie fit für das Examen gemacht. Er hat deshalb vor einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Fachwelt keine Angst, was allerdings nicht auf Gegenseitigkeit beruht.
Siehe dazu auch den Artikel “Die Bundesbank weiß nicht was Geld ist” DIE WELT vom 17.11.97
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